Fachtagung 2015 (Kommunale Beratung im Kontext von Flüchtlingshilfe und Integration)

Die Teilnehmenden des Fachtags analysierten im Rahmen eines vom Institut B3 veranstalteten "World-Cafés" die aktuelle Situation der Praxis der rechtlichen Betreuung und leiteten daraus die nachstehend zusammengefassten Schlussfolgerungen für eine Reform der rechtlichen Betreuung ab.

  1. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege tragen seit der grundlegenden Gesetzesreform von 1992 mit ihren Betreuungsvereinen wesentlich dazu bei, den Geist und Inhalt des Betreuungsgesetzes in die rechtliche, soziale und gesellschaftliche Wirklichkeit umzusetzen. Betreuungsvereine erfüllen zwei wichtige Aufgaben für die Allgemeinheit. Sie führen selbst rechtliche Betreuungen und erfüllen die vom Gesetzgeber in § 1908f BGB formulierten Querschnittsaufgaben. Ihre spezielle Aufgabe ist die Stärkung des Ehrenamtes durch die Gewinnung, Beratung und Fortbildung von ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern sowie die Information über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen.

  2. Unsere Betreuungsvereine arbeiten mit qualifiziertem Fachpersonal und sichern eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung. Die Vereine reagieren flexibel und innovativ auf neue Herausforderungen und stellen sich diesen auch in  der Zukunft. Ihre Arbeit fußt auf Leitlinien und Qualitätsstandards. Sie bietet allen ehrenamtlichen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Betroffenen und deren Angehörigen eine Identifikationsmöglichkeit. In der Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Betreuungswesen erweisen sie sich als verlässliche Kooperationspartner. Unsere Betreuungsvereine werden hierbei durch die Mitgliedsverbände der BAGFW unterstützt.